US president Obama meeting with Russian president PutinDie NSA-Affäre ist spätestens seit dem Namen Edward Snowden jedem ein Begriff. Bei der Affäre geht es um das Abhören und das geplante Ausspionieren ranghoher deutscher Politiker durch die amerikanischen Geheimdienste. Fast schon paradox erscheint es da, dass der US-amerikanische Präsident Barack Obama wenige Monate vor dem Bekanntwerden der NSA-Affäre in Berlin zu Besuch war und das freundschaftliche und vertraute Verhältnis zwischen den USA und Deutschland rühmte.

 

Doch was denken die Amerikaner? Ist es unter Freunden Gang und Gebe, sich zu belauschen? Nun wurde bekannt, dass selbst die Kanzlerin Opfer von Bespitzelung geworden ist. Die ganze Affäre, die von einigen bereits als ausgestanden bewertet wurde, wird ob dieser neuen Erkenntnisse zu neuem Leben erweckt. Der Whistleblower Edward Snowden, der den Stein des Anstoßes warf, hält sich unterdessen weiterhin in Russland auf und genießt dort noch bis zum Sommer des nächsten Jahres Asyl und Schutz. Durch diese Schutzmaßnahmen der Person Snowdens macht sich Kremlchef Vladimir Putin zu einem neuen Oberhaupt einer anti-amerikanischen Bewegung.
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Die russisch-amerikanischen Beziehungen sind wie zu Zeiten des kalten Krieges auf einem Tiefpunkt angelangt. Doch die Diskussionen um Snowden scheinen gerade erst zu beginnen. In Deutschland werden die Forderungen lauter, Snowden nach Deutschland zu holen und ihn hier nach seinem Wissen über die Aktionen der NSA zu befragen. Ziel soll eine lückenlosen Aufklärungen sämtlicher vergangener Vorkommnisse sein.

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