Die Energiewende war für viele Bürger der Bundesrepublik eine gehörige Überraschung. Die politische Opposition bezeichnet es ironisch als den „Austieg aus dem Austieg aus dem Austieg“. Und doch erntete die Kanzlerin Angela Merkel Anerkennung für die Entscheidung, die sie damals aus den Konsequenzen um das havarierte Atomkraftwerk in Fukushima fällte.


View Larger Map

Doch nicht nur auf Landesebene hat sich die Politik weiterentwickelt. Auch die kommunale Ebene macht sich stark und bereitet sich nunmehr auf den endgültigen Ausstieg aus der Atomenergie vor. Das beste Beispiel ist die Stadt Lichtenau Westfalen im Bundesland NRW. Lichtenau Westfalen gilt schon heute als die Energiestadt des Landes und produziert Unmengen Energie aus privater Förderung.

Hier funktioniert die Speisung in das öffentliche Stromnetz schon problemlos, während auf Bundesebene noch immer nach neuen technischen Lösungen im Offshore Bereich gesucht wird. Woran liegt das? Im Engagement der jeweiligen Regionen? Eigentlich dürfte die Energiewende nur dann einwandfrei und ohne größere Probleme funktionieren, wenn das ganze Volk – das heißt nicht nur die politische Spitze – hinter diesem gewaltigen Vorhaben steht. Schon heute steht fest, dass Deutschland die Vorreiterfunktion für den Ausstieg aus der Atomenergie übernommen hat.

Wir werden ein Beispiel sein – ob ein Negativ- oder Positiv-Beispiel, das liegt wohl in unseren eigenen Händen.