AFDDie AfD ist diejenige Partei, die jüngst für größte Aufregung gesorgt hat. Auch die Union, die die letzte Bundestagswahl mit entscheidendem Vorsprung gewonnen hat, wäre über den Einzug der AfD in den deutschen Bundestag wohl kaum begeistert gewesen. Schon im Wahlkampf zeigte sich, dass selbst die Piratenpartei, die bei vielen als Hoffnungsträger galt, wohl kaum mit der AfD konkurrieren würde können.

Die AfD bezeichnet sich selbst als Anti-Euro-Partei. Ihr primäres Ziel ist der Austritt auf der Währungsgemeinschaft. Griechenland und andere Staaten, die unter dem Euro-Rettungsschirm stehen, sollen zukünftig keine Leistungen mehr beziehen – zumindest nicht zum finanziellen Nachteil Deutschlands.

Viele Bürger scheinen diese Meinung zu teilen. Doch handelt es sich sehr wahrscheinlich um denjenigen Teil der Bevölkerung, der die Auswirkungen eines Austrittes aus der Währungsunion und damit den Zusammenbruch des Euros wohl kaum realistisch zu bewerten vermag. Auch die politische Führung der AfD legte sich in politischen Gesprächsrunden über die europäische Finanzpolitik immer wieder mit den großen Volksparteien an. Geschulte Beobachter der Gesprächsführungen stellten jedoch immer recht schnell fest, dass die Argumentation der AfD-Politiker oft bodenlos war.

Viele Politiker fordern nun mehr Aufklärung; einige Politikwissenschaftler gehen schon jetzt davon aus, dass der Einzug der AfD in einen der zukünftigen Bundestage mit weitreichenden Konsequenzen für die Stabilität des Euros verbunden sein könnte.

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